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Dienstag, den 19. November 2019

Prognose: Bauzinsen ziehen an

01.12.2011 - Prognose: Bauzinsen ziehen an

Die Konditionen für Immobilienfinanzierungen sind nach wie vor günstig. Allerdings hält der aktuelle Trend vermutlich nicht mehr allzu lange an. Die Dr. Klein & Co. AG sieht erste Tendenzen, dass die Bauzinsen nach und nach wieder anziehen.
 
Noch können angehende Bauherren aber von vergleichsweise günstigen Rahmenbedingungen profitieren. Detaillierte Zahlen dazu liefert der Dr. Klein-Trendindikator Baufinanzierung (DTB) 10-2011. „Der DTB spiegelt die Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungs-Parameter wider“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.
 
Berechnungsgrundlage: Standarddarlehen über 150.000 Euro
 
Basis für die Berechnungen sind zehntausend Baukredite, die auch tatsächlich aufgenommen wurden, und keine reinen Statistikwerte. Darauf aufbauend ermitteln die Experten die Konditionen und die monatlichen Raten für ein Standarddarlehen über 150.000 Euro. Das Ergebnis für den Oktober 2011: Die Kosten sind um 18 Euro respektive 2,6 Prozent pro Monat gesunken. Das Fazit lautet dementsprechend: „Auch im Oktober folgten die Baufinanzierungskosten ihrem seit April 2011 stabilen Trend.“ Gründe dafür sind die Nachfrage nach sicheren deutschen Staatsanleihen und die Tatsache, dass Banken sich sehr günstig refinanzieren konnten.
 
Sicherungsregeln machen Baugeld teurer
 
Da die Nachfrage nach Staatsanleihen des Bundes im November deutlich eingebrochen ist, deutet sich eine leichte Trendwende an. Die Dr. Klein & Co. AG wertet das mangelnde Interesse dahin gehend, dass Investoren höhere Renditen erwarten. Darüber hinaus sorgen auch die neuen Sicherungsregeln für die Finanzbranche für höhere Kosten. Basel III und Solvency II verpflichten Banken und auch Versicherungen, Darlehen mit mehr Eigenkapital zu unterlegen. „In Summe werden sich daraus, unabhängig vom Zinsniveau, die Finanzierungskosten für alle Baufinanzierungsdarlehen erhöhen“, erklären die Experten.
 
Lange Zinsbindung vereinbaren
 
Sie empfehlen angehenden Eigenheimbesitzern, sich jetzt um Darlehen mit möglichst langer Zinsbindung zu bemühen. Dieser Tipp wurde bereits von vielen befolgt. Die durchschnittliche Zinsbindung verlängerte sich um zehn Monate. Im Oktober wurden zudem sehr viele Forward-Darlehen vereinbart und KfW-Kredite aufgenommen. Dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine höhere Nachfrage verzeichnet, hängt zum einen damit zusammen, dass der Förderbetrag beim Standardprogramm Wohneigentum nach und nach auf 25.000 Euro gesenkt wird. Zum anderen wurden die Fördermittel für energieeffizientes Bauen und Sanieren aufgestockt.
Bild © Joachim Wendler - Fotolia.com

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