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Montag, den 25. Juni 2018

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Gleitzinsdarlehen

Bei einem Gleitzinsdarlehen kann der Kreditgeber die Zinsen während der Laufzeit des Darlehens, im Gegensatz zu einem Festzinsdarlehen, verändern. Als Kreditnehmer erhält man für dieses Zinsrisiko in der Praxis meistens günstigere Zinskonditionen für das Darlehen, verglichen mit Krediten, die eine lange Zinsbindung besitzen. Allerdings können sich die Zinskosten durch Veränderungen nach oben während der Laufzeit des Darlehens verteuern. Die Anpassung des Zinssatzes wird in regelmäßigen Abständen, beispielsweise alle drei Monate, vorgenommen. Sie basiert bei einem Gleitzinsdarlehen auf dem aktuellen Zinsniveau des Kapitalmarktes. Beispielsweise wird sich an einem Index wie dem EURIBOR, einem Zinssatz für Termingelder in Euro im so genannten Interbankengeschäft, orientiert. Einfacher formuliert, der EURIOBOR gibt an, zu welchen Zinsen sich die Banken gegenseitig Geld verleihen. Sollte ein Kreditgeber die Anpassung der Zinsen nicht anhand von einem bestimmten Index vornehmen, muss er sich zumindest an die Vorgaben der Bundesbank für Gleitzinsen halten. Sondertilgungen sind bei einem Gleitzinsdarlehen möglich. Hierbei ist die gesetzliche Kündigungsfrist zu beachten, diese beträgt für Rückzahlungen und Sondertilgungen drei Monate. Ratsam ist ein Gleitzinsdarlehen vor allem bei einem niedrigen aktuellen Zinsniveau und wenn man davon ausgeht, dass sich die Zinsen in der Zukunft beziehungsweise während der Laufzeit des Darlehens nicht wesentlich erhöhen.

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