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Samstag, den 25. Oktober 2014

Eigenleistung

spart Geld und Zeit

Als Bauherr kann man im Rahmen der persönlichen Fähigkeiten auch viele Arbeiten selbst übernehmen. Neben der handwerklichen Begabung ist dieser Punkt natürlich auch vom jeweiligen Zeitbudget abhängig. Lohnenswert ist die Eigenleistung aber auf jeden Fall, da finanzielle Kosten eingespart werden. Außerdem lässt sich die Bauzeit oder die Zeit im Zusammenhang mit der Modernisierung einer Immobilie verkürzen.
 
Eigenleistung, was kann man selbst machen?

Wie erwähnt hängt die Frage nach den Möglichkeiten der Eigenleistung vor allem vom jeweiligen handwerklichen Geschick ab. Wer im Alltag bereits Probleme hat ein Regal an die Wand zu bringen, wird auf einer Hausbaustelle wahrscheinlich wenig bewirken können. Grundsätzlich sollte man die Eigenleistung auf die Bereiche konzentrieren, die keine spezielle Qualifikation verlangen, hierzu gehören beispielsweise Aufräumarbeiten oder leichtere Tätigkeiten beim Innenausbau. Nur Fachkräfte dürfen zudem bestimmte Arbeiten an einer Immobilie vornehmen, unter anderem das Verlegen von elektrischen Leitungen. Hier gelten strenge Sicherheitsstandards, die unbedingt eingehalten werden müssen.

Eigenleistung kann Arbeitseffizienz erhöhen

Als Bauherr kann man durch die Eigenleistung noch einen weiteren positiven Effekt erzielen. So ist es wenig verwunderlich, dass die Arbeiten auf einer Baustelle in der Regel schneller vorankommen, da die Präsenz des Bauherrn eine gewisse Kontrolle schafft. Eventueller Müßiggang der Arbeiter auf der Baustelle wird somit besser verhindert. Dies spart indirekt auch wieder Kosten ein, da sich die Bauzeit verkürzt und die Lohnkosten für die Arbeiter geringer ausfallen. Wer allerdings als Bauherr die Baustelle besonders streng überwacht und zu oft erscheint, wird in aller Regel die Motivation der Arbeiter aber eher schwächen statt stärken.

Helfende Hände sind anzumelden

Die Höhe der Eigenleistung kann natürlich noch erheblich gesteigert werden, wenn auch Freunde oder Familienangehörige auf der Baustelle mithelfen. Allerdings sollte man hierbei nicht vergessen, dass diese Personen bei der Berufsgenossenschaft Bau angemeldet werden müssen. Ansonsten kann man schnell in den Verdacht der Schwarzarbeit geraten und muss mit Bußgeldern rechnen. Außerdem erhalten diese Bauhelfer durch die beitragspflichtige Anmeldung auch einen Versicherungsschutz, wenn etwas auf der Baustelle passiert. Wem dieser Versicherungsschutz nicht ausreicht, kann in diesem Zusammenhang auch eine private Bauhelferversicherung abschließen, die einen höheren Versicherungsschutz für diese Personen enthält.

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