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Samstag, den 02. August 2014

Anschlussfinanzierung

Zinsen sparen und Konditionen vergleichen

Bei der Anschlussfinanzierung
bietet sich immer auch die Option, die Zinshöhe für das Darlehen zu senken. Entweder lässt man sich vom bisherigen Kreditgeber ein Angebot machen oder man schaut sich nach den aktuellen Angeboten von anderen Banken um. Speziell in Zeiten, in denen das allgemeine Zinsniveau niedrig ist, kann man mit der Anschlussfinanzierung oftmals Zinszahlungen verringern.
 
Wann kommt es zur Anschlussfinanzierung?
 
Die Anschlussfinanzierung ist immer dann notwendig, wenn die bisherige Zinsbindung bei einem Kredit ausläuft. Dies geschieht in der Praxis sehr häufig, da die Zinsbindung und die Kreditlaufzeit meistens unterschiedlich lang sind. Schließt man beispielsweise einen Baukredit über 30 Jahre ab und gleichzeitig eine Zinsbindung über 10 Jahre, kommt es nach Ablauf der Zinsbindung zu einer Anschlussfinanzierung.
 
Hierbei muss man beachten, dass die bisherige Bank nicht verpflichtet ist, die Anschlussfinanzierung durchzuführen. Mitunter kommt es vor, dass sie stattdessen eine Tilgung der Restschuld verlangt, beispielsweise wenn sich die finanziellen Verhältnisse des Kreditnehmers verschlechtert haben. Allerdings muss sie dem Kunden dies nach dem Risikobegrenzungsgesetz aus dem Jahr 2008 mindestens drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung mitteilen.
 
Anschlussfinanzierung schon heute für die Zukunft sichern
 
Gerade in Niedrigzinszeiten lohnt es sich aber auch, die Anschlussfinanzierung bereits vor Ablauf der Zinsbindung vorzunehmen. Dafür kann man Forward-Darlehen nutzen, die einen Zinssatz für die Zukunft festschreiben. So sichert man sich niedrige Zinsen im Voraus. Das Forward-Darlehen kann mehrere Jahre vor Ablauf der Zinsbindung abgeschlossen werden.
 
Als Tipp gilt aber, dass man den Zeitraum nicht zu lange wählen sollte, da die zukünftige Zinsentwicklung nur schwer bereits mehrere Jahre im Voraus kalkuliert werden kann.
Immerhin werden die Zinsen von zahlreichen wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst. So kann es passieren, dass man sich eine Zinshöhe gesichert hat, die in der Zukunft vom dann herrschenden Marktniveau der Zinsen unterboten wird. Der eigentliche Vorteil dieser Darlehensform wäre dann nicht mehr gegeben.
 
Vergleich für Anschlussfinanzierung lohnt
 
Bevor man sich für eine Anschlussfinanzierung entscheidet, sollte man die Angebotslage genau studieren. Die Spannbreite an unterschiedlichen Zinskonditionen ist groß. Ein Urteil, das Jahr für Jahr auch immer wieder durch Untersuchungen von Verbraucherschutzmagazinen, wie beispielsweise Stiftung Warentest, bestätigt wird. Auch wenn der Zinsunterschied nur gering ausfällt, lohnt sich der Wechsel der Bank oftmals, da sich die Zinsersparnis über die Laufzeit der neuen Zinsbindung schnell zu stattlichen Beträgen summiert.
 
Nicht nur auf den Zins schauen
 
Zwar ist beim Thema Anschlussfinanzierung vor allem der Zins besonders wichtig, doch daneben sollte man die Angebote auch auf weitere entscheidende Punkte hin vergleichen:
 
  • Option der Sondertilgung
  • variable Tilgungshöhe
  • Zeitdauer der Zinsbindung
 
Fazit
 
Eine Anschlussfinanzierung bietet immer auch die Chance, sich bessere Zinsbedingungen für den Kredit zu verschaffen. Wichtig ist ein genauer Vergleich der zahlreichen Angebote von Seiten der Banken. In Niedrigzinszeiten kann sich auch der Abschluss eines Forward-Darlehens lohnen, da man sich dadurch die niedrigen Zinsen bereits für einen späteren Zeitpunkt sichert.

Bild © Alterfalter - Fotolia.com

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