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Freitag, den 25. April 2014

Der Abschluss einer Immobilienfinanzierung


Zur Realisierung des Wunschs nach den eigenen vier Wänden ist meist die Aufnahme einer Immobilienfinanzierung notwendig. Eine Vielzahl von Banken und Sparkassen bietet hier entsprechende Angebote. Neben der Höhe des Zinssatzes für das Darlehen, sollte man bei der Auswahl des Kreditgebers auch auf weitere wichtige Kriterien achten. Worauf es hierbei ankommt, soll im folgenden Artikel kurz aufgezeigt werden.
 
Nebenkosten beachten
 
Bevor man sich für ein konkretes Angebot entscheidet, sollte der Finanzierungsbedarf sehr sorgfältig geplant werden. Nur bei einer ausreichend hoch gewählten Kredithöhe ist man vor einer eventuellen Nachfinanzierung, die verglichen mit der Erstfinanzierung immer mit höheren Kosten verbunden ist, geschützt. Außerdem fallen bei einem Bau oder dem Kauf von Wohneigentum immer auch Nebenkosten an, die bei der Immobilienfinanzierung aber mit eingeplant werden müssen. Hierzu gehören unter anderen:
 
  • Notarkosten
  • Maklerkosten
  • Gebühren bei Behördengängen
  • Grunderwerbsteuer
  • finanzielle Aufwendungen für Versicherungen
 
Tipps zum Abschluss einer Immobilienfinanzierung
 
Damit die Immobilienfinanzierung möglichst kostenarm durchgeführt wird, empfiehlt es sich, die folgenden Tipps zu befolgen.
 
1. Eigenkapital: Zwar werden heutzutage auch Immobilienfinanzierungen zu 100 Prozent und darüber hinaus angeboten, allerdings sind diese Angebote mit einem vergleichsweise hohen Zinssatz versehen. Aus diesem Grund sollte man bei der Finanzierung immer auch einen gewissen Anteil an Eigenkapital einbringen. Hierdurch werden der Kreditbedarf und die langfristigen Darlehenskosten verringert.
 
2. Fördermöglichkeiten nutzen: Vor dem Abschluss einer Immobilienfinanzierung sollte man sich genau über mögliche Förderungsmöglichkeiten informieren. Beispielsweise gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsgünstige Kredite, wenn die Immobilie oder das Eigentumswohnung für den eigenen Wohnzweck errichtet oder gekauft wird. Neben der KfW sind zudem auch Förderprogramme der Bundesländer zu beachten, die beispielsweise Zuschüsse bei der Schaffung von Wohneigentum beinhalten. Wichtig hierbei ist, dass man für den Erhalt der meisten Förderungen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten darf.
 
3. Sorgfältiger Kreditvergleich: Wie zu Beginn erwähnt, sollte der Vergleich der Angebote für eine Immobilienfinanzierung sich nicht nur um die Höhe des nominalen Zinssatzes drehen, auch wenn dieser ohne Frage hauptsächlich entscheidend ist. Daneben gilt es aber auch die Offerten der Banken auf weitere Kriterien hin zu vergleichen, beispielsweise hinsichtlich der Flexibilität. Dies beinhaltet vor allem die Frage, ob Sondertilgungen während der Laufzeit des Darlehens möglich sind. Auch eine eventuelle vorzeitige Rückzahlung des Kredits ist ein Pluspunkt, der nicht bei allen Angeboten vorhanden ist. Ebenfalls ratsam sind zudem Kredite, bei denen man für einen eventuellen finanziellen Engpass gerüstet ist, da man beispielsweise die Raten zeitweise verringern kann.
 
4. Zinsbindung: Wie lang man sich bei einem Kredit an einen bestimmten Zinssatz bindet, ist ein weiterer wichtiger Entscheidungspunkt beim Abschluss einer Immobilienfinanzierung. Dazu kann man grob feststellen, dass in Zeiten eines allgemein hohen Zinsniveaus kürzere Zinsbindungen ratsam sind. Andersherum sollte man sich bei niedrigen Zinsbedingungen, den jeweiligen Zinssatz möglichst lang festschreiben lassen.
 
Fazit
 
Vor dem Abschluss einer Immobilienfinanzierung muss man sich als zukünftiger Bauherr oder Käufer einer Eigentumswohnung ausgiebig über die Angebotslage informieren. Zudem ist es wichtig, dass man den Finanzierungsbedarf durch Eigenmittel oder eventuelle Fördergelder reduziert, da sich dadurch Zinskosten einsparen lassen. Nicht zuletzt ist bei der Auswahl auch auf die Details der Vertragsgestaltung hinsichtlich der Flexibilität des Kredits zu achten.

Bild © Volker Witt - Fotolia.com

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